Was bedeutet der Stadtumbau-Prozess für Bodenmais?

Im Rahmen des Städtebauförderprogramms kann der Markt Bodenmais in den nächsten Jahren Förderungen für Ortsentwicklungsmaßnahmen mit hoher Förderquote (mindestens 60 Prozent, teilweise bis zu 80 Prozent) beantragen. Gefördert werden nicht nur materielle Baumaßnahmen, sondern beispielsweise auch Planungskosten. Teilnehmende Kommunen können unter bestimmten Voraussetzungen auch privaten Dritten Städtebauförderungsmittel in Form von Zuschüssen und Darlehen gewähren, soweit dies für das Erreichen der städtebaulichen Zielsetzung erforderlich ist.

Entscheidend ist für den Markt Bodenmais Folgendes:

Im Marktgemeinderat herrscht aufgrund der angespannten Finanzlage Einigkeit darüber, dass mit Fördermitteln aus dem Programm Stadtumbau West ausschließlich Maßnahmen umgesetzt werden sollen, die auch wiederum messbare Mehrwerte für Bodenmais schaffen. Ein Beispiel hierfür ist der Umbau des alten Kurhauses zu einem Gesundheits- und Präventionszentrum, das höhere Übernachtungszahlen und damit mehr Wertschöpfung im Ort generiert.

Es kann in Zeiten knapper Kassen aber definitiv nicht angehen, dass man Maßnahmen nur deshalb umsetzt, weil diese gefördert werden. Der Weg muss vielmehr umgekehrt sein: Zunächst einmal muss man sich fragen, welche Maßnahme für den Ort wirklich notwendig und sinnvoll ist. Und erst dann kann man sich um eine Förderung bemühen. Stadtumbau West mit seinen Bürgerarbeitsgruppen bietet hierzu die Voraussetzung. Der Markt Bodenmais kann mehrere Jahre in diesem Förderprogramm verweilen und bekommt zunächst nur eine Förderung für die Erarbeitung eines Ortsentwicklungskonzepts zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern. Und erst nach dieser Planungsphase können Förderungen für konkrete Maßnahmen gewährt werden.